Kultur und Kulinarik – Die Genuß-Trophy Vol. III mit Dr. Hans-Werner Dildei

Schon die Ausschreibung weckte Interesse und Erinnerungen. Waren doch die vorherigen „Genuß-Trophy I + II“, ausgerichtet von unserem Clubfreund Dr. Hans-Werner Dildei, bereits Highlights im RREC-Veranstaltungs-Kalender der vergangenen Jahre.

Die Genuß-Trophy, Vol. III sollte in diesem Jahr über eine Strecke von rund 245 km durch gleich 3 Bundesländer führen. Ziel war das Schloßhotel Friedrichsruhe im Baden-Württembergischen Zweiflingen. Dort erwartete uns die Sterne-Küche von Chefkoch Boris Rommel zum exklusiven 7-Gänge-Menue.

Nach der Mittagsrast auf Kloster Bronnbach mit kulinarischen Genüssen und interessanter Klosterführung, fertig zum Aufbruch um die 2. Etappe unter die Räder zu nehmen.

Dr. Hans-Werner Dildei lud am Vorabend der Veranstaltung, am 07.09.2018, zu einer Vernissage seiner Dr. Dildei-Stiftung nach Oberursel ein, welche einige Teilnehmer der Genuß-Trophy gerne nutzten. In den Ausstellungsräumen der Klinik Hohe Mark präsentierte Christian Seidler, Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf, seine imposanten Werke.
Das Thema der Vernissage „Art & Music – Begegnungen“ konnten die Protagonisten des Duos Bergerac mit Ihrem Konzert der klassischen Spanischen Gitarre in einzigartiger Weise umsetzen. Den Teilnehmern wurde eine phantastische Vorstellung geboten, interessante Gespräche und ein vortreffliches Catering eingeschlossen. Ein gelungener Einstieg.

Der Samstag begann gegen 9.00 Uhr mit der Ausgabe der Tourunterlagen und dem Briefing der Teilnehmer. 14 Teilnehmer mit 8 historischen Fahrzeugen waren der Einladung gefolgt.

Das 93-seitige Roadbook, welches Hans-Werner präsentierte, ist wohl eines der umfassendsten Werke dieser Art, welche der Autor dieses Berichts jemals in Händen hielt.

Vom Start in Bad Homburg aus wird der Teilnehmer auf eine akribisch ausgearbeitete Stecke geschickt und mit diversen Informationen über Straßenverlauf und Sehenswürdigkeiten versorgt. Hans-Werner hat sich mit diesem Roadbook wieder einmal selbst übertroffen. Warum einige Teilnehmer im Verlauf der Tour dann doch etwas die Orientierung verloren, wird sicher deren Geheimnis bleiben.

Die Reise, treffend betitelt mit „vom Taunus ins Hohenloher Land“, begann mit der 1. Etappe in Bad Homburg und führte die Teilnehmer über die hessischen Städte Nidda, Gelnhausen nach Bad Orb. Dem Streckenverlauf folgend erreichten die Enthusiasten über Frammersbach das bayerische Lohr.
Weiter ging die interessante Fahrt in Richtung Wertheim am Main, bereits im Bundesland Baden-Württemberg gelegen.
Entlang der Tauber erreichten die Fahrzeuge „in time“ das Ziel der ersten Etappe, das Kloster Bronnbach im Taubertal. Hier hatte Hans-Werner die erste Rast mit Mittagsvesper in der historischen Klosterschänke organisiert. Zu fränkischen Spezialtäten, wie Kochkäse, Obatzda, Käseauswahl, diversen Schinken- und Wurstsorten mit Holzofenbrot, Gurken und Zwiebel, kredenzte der Wirt im Rahmen einer kleinen Weinverkostung eine Auswahl fränkischer Gewächse.
Alle Teilnehmer zeigten sich begeistert vom Angebot. Hans-Werner hatte wieder ins Schwarze getroffen.

Die anschließende Führung durch das Kloster gewährte einen herrlichen Einblick in die Anlage, das Leben der Mönche und die wechselvolle Geschichte des Klosters.

Gegen 15.30 Uhr gruppierten gut gesättigte und wohl informierte Trophy-Teilnehmer zunächst die Fahrzeuge zum Gruppenfoto vor der Klosterkirche.
Jetzt folgte der Start zur finalen Etappe unserer Ausfahrt mit dem Ziel Wald & Schloßhotel Friedrichsruhe im Baden-Württembergischen Zweiflingen.

Die im Roadbook exakt beschriebene Route führte über Nebenstrecken durch beeindruckende Landschaften über Tauberbischofsheim, Schwaigern, Krautheim und Jagsthausen an den Zielort Zweiflingen. Hans-Werner hat das Roadbook gespickt mit Informationen zu Orten, Klöstern und Burgen, welche wir auf dem Weg nach Zweiflingen passiert haben. Viel Arbeit für die Beifahrer; auch der Fahrzeuglenker möchte schließlich seinen Horizont erweitern!

Angekommen im Wald- und Schloßhotel Friedrichsruhe, heute im Besitz der Künzelsauer Würth-Gruppe, wurde uns ein herzlicher Empfang mit Champagner-Umtrunk bereitet. Die Zimmer wurden verteilt; alle Teilnehmer konnten sich auf dem Gelände des Hotels erholen und die vielfältigen
Facilities des 5-Sterne-Hauses nutzen. Friedrichsruhe verfügt über einen hervorragenden SPA-Bereich mit Innen- und Außenpool, Saunen und Dampfbädern sowie über eine gigantische Außenlandschaft, welche ob des exzellenten Wetters ausgiebig genutzt wurde.

Gegen 19.30 Uhr wurde es Zeit, sich für ein weiteres Highlight des Tages zu präparieren. Den RREC-Gepflogenheiten gerecht versammelten sich die Teilnehmer der Genuß-Trophy. Vol. III in „voller Gala-Montur“ zunächst an der Bar zum Champagner-Empfang und nahmen dazu köstliches Fingerfood als Appetizer zu sich.

Jetzt lud Sternekoch Boris Rommel zum Dinner.

Hans-Werner, nicht zufällig Gourmet und Weinkenner, hatte zum Menue begleitende Weine ausgesucht. Die „Weinreise“ mit 6 selektierten Spitzenweinen konnte optional geordert werden.
Den Weintrinkern unter der Teilnehmerschaft wurde ein besonderer Trinkgenuß geboten. Unser 7-Gänge-Menue, ausgezeichnet angerichtet und perfekt serviert, war, wie nicht anders zu erwarten, eine kulinarische Offenbarung. Zutaten und Zubereitung waren optimal auf einander abgestimmt. Ein wunderbarer Genuß, selbst für den verwöhnten Gaumen.

Schon am frühen Abend hatte Hans-Werner das Ergebnis der Wahl zum schönsten Fahrzeug der Veranstaltung ausgewertet. Dr. Dildeis neueste Errungenschaft, ein sensationell perfekt restaurierter Bentley S II Continental Flying Spur, ging als Sieger hervor. Hans-Werner nahm den Wanderpokal aus den Händen des letztjährigen Gewinners Karl Brinkmann entgegen. Kollege Bernd Hess bat Hans-Werner, den Pokal gut zu pflegen; er wolle alles dafür tun, der nächste Gewinner dieser Trophäe zu werden.

Unser geselliger Gourmetabend endete spät nach Mitternacht und heiteren Gesprächen, die nicht nur um Fahrzeuge kreisten.

Den Sonntag starteten die RREC-Enthusiasten mit einem ausgiebigen Frühstücksbuffet. Nach letzten Benzingesprächen, einem kleinen Rundgang auf dem Hotelgelände mit äußerer Besichtigung von Jagdschloss mit Lustgarten und einem abschließenden Gruppenfoto aller Teilnehmer hieß es Abschied nehmen. Hans-Werner hatte es wieder einmal geschafft, ein besonderes Wochenende zu organisieren.

Chapeau, Hans-Werner und vielen Dank für alles.
Text: Edi Kopp, Bilder: Dr. H.-W. Dildei