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Bericht vom Herbsttreffen 2005 in Sinsheim - von Jürgen Büch

Der Gebietsleiter der Region Südwest, Olaf Engels, rief, und viele kamen. Bei grandiosem Sonnenschein fanden sich eine stattliche Anzahl Mitglieder im Hotel Sinsheim ein, um die Saison und das Jubiläumsjahr der Section Germany trefflich ausklingen zu lassen. Und bereits schon am traditionelle Anreisetag, dem Freitag, gab es erste Highlights zu erleben, denn wer z.B. sein Fahrzeug trocken und sicher in einer Halle des an das Hotel angrenzende Museum parkiert hatte, der kam in den Genuss der Rückfahrt zum Hotel in einem historischen Setra-Bus aus den 50er Jahren?

Samstag ging es denn auch sofort mit einem echten Highlight weiter, denn kaum gefrühstückt, hatte die Gruppe Gelegenheit, exklusiv eine Stunde lang die im Technik Museum Sinsheim ausgestellte Concorde alleine zu begehen. Ein großartiges Flugzeug, das als "Special" des Programms nicht hätte besser ausgewählt sein können. Das schnellste Passagierflugzeug der Welt, mit den bei Rolls-Royce hergestellten besten Motoren der Welt, besucht vom besten Club der Welt?

Rolls-Royce Phantom I aus amerikanischer Produktion (Werk Springfield, USA)
Rolls-Royce Phantom II mit Blaulicht vor dem Kühler, welches dem Maharadscha stets Vorfahrt bescherte

Grandios aber war nicht nur die Besichtigung dieses Fliegers, sondern auch die bunt gemischte Auswahl an Fahrzeugen mit Rolls-Royce-Triebwerk: darunter waren zwei Bentley Continental Convertible und mehrere Rolls-Royce Corniche Convertibles, ein Rolls-Royce Corniche Fixed Head Coupe, Rolls-Royce Camargue, Silver Shadow und Silver Spirit, Bentley Turbo R und Rolls-Royce Silver Cloud. Viele schöne und seltene Wagen waren da, und einen einzelnen als besonders schön herauszuheben, ist mit Sicherheit nicht gerecht, aber doch gab es einen Wagen, von dessen Anblick der Autor feuchte Augen bekam: ein linksgelenkter Springfield Phantom I, dessen Linie nicht hätten schöner gezeichnet sein können und dessen Farbgebung einfach nur betörend wirkte. Oder die beiden Phantom II, einer davon adelig und einst für einen Maharadscha gebaut, der seine Besitzer zuverlässig zuverlässig durch ganz Europa begleitet hatte und ein linksgelenkter Phantom II mit Karosserie von Alexis Kellner aus Berlin. Aber auch Rolls-Royce Frankfurt war vertreten mit einem neuen Phantom, der sich bestens in das Gesamtbild einfügte und eine Freude war zu erleben. Ein tolles Auto eben! Rolls-Royce-Sammler Hans-Günter Zach vertrat das Bundesland Hessen als Fahrer seines Bentley Arnage in einer wirklich schönen Farbkombination von Silber mit dunkelgrünem Leder.  

Hans-Günter Zachs Bentley Arnage
Rolls-Royce Phantom von Rolls-Royce Frankfurt
Rolls-Royce Silver Cloud II H.J. Mulliner Drophead Coupé
Bentley R-Type Park Ward Drophead Coupé
Rolls-Royce Camargue
Bentley Continental

Die von Organisator so gut gewählte Strecke der Ausfahrt war eine wirkliche Freude zu fahren. Vorbei an Weinbergen über Nebenstraßen führte uns der Weg über den Neckar nach Jagsthausen in ein Schloss, in dem einst dadurch Geschichte geschrieben wurde dass der einstige Hausherr die deutsche Sprache um eine weitere Redewendung bereicherte: Götz von Berlichingen. Ein schönes Anwesen, das auch Zuhause des Bundespräsidenten a.D. wurde, Roman Herzog. Während die Gruppe dort zu Mittag aß, konnten die emsigen Fotografen unter den Teilnehmern bei Kaiserwetter vor der Kulisse des Schlosses ihre Fotos zu schießen.

Ein Highlight für Fotografen war das Aufstellen der Fahrzeuge vor dem Schloss von Jagsthausen.
Englische Teepause am Nachmittag

Der kurzweilige Samstag ging schnell, zu schnell, vorbei und nach einem fröhlichen Abend konnten der Sonntagmorgen noch dazu genutzt werden, sich vom Chef persönlich durch das Technik Museum Sinsheim führen zu lassen, nachdem dieser kurz zuvor Kunststücke auf einer historischen Indian, einem Motorrad für Steilwandakrobaten, vorgeführt hatte - und dessen Eltern übrigens einen Maybach 62 fahren.

Ein nicht alltägliches Bild: Rolls-Royce Phantom neben Maybach 62
English Electric Canberra B.2
Vickers Viscount

Das Technikmuseum in Sinsheim ist für den, der es noch nicht gesehen hat, überwältigend. Richtige Flugzeuge schweben über den Hallen, die wiederum kleinere Flugzeuge, Dampf- und Elektrolokomotiven und eine überwältigende Ansammlung an Automobilen aller Jahrgänge beherbergen. Ob Formel 1, Ferrari, Maybach, Mercedes oder Rolls-Royce - das muss man gesehen und erlebt haben. Rolls-Royce allein ist mit neun Rolls-Royce und einem Bentley T aber in der Außenanlage auch mit verschiedenen Flugzeugen repräsentiert: einer English Electric Canberra B.2, ausgerüstet mit zwei Rolls-Royce Avon Mk. 101 Strahltriebwerken, einer Vickers Viscount mit vier Rolls-Royce Dart Turboprop-Triebwerken und der oben erwähnten Concorde mit vier Rolls Royce/SNECMA Olympus 593 Mk.602. Letzteres Triebwerk lässt sich in Sinsheim auch in ausgebautem Zustand bewundern. In der Halle mit überwiegend amerikanischen Autos und Militärfahrzeugen schwebt eine CASA 2.111B, angetrieben von zwei Rolls-Royce Merlin Motoren. Die CASA 2.111B ist eine spanische Lizenzausführung des deutschen Bombers He 111 von Heinkel. Die Spanier produzierten das Flugzeug von 1950 bis 1956.

Zahlreiche Sonderausstellungen und wechselnde Exponate lassen Sinsheim und das dazugehörige Museum in Speyer stets zu einem lohnenden Reiseziel werden.

Rolls-Royce Phantom III Limousine und Landaulet
Rolls-Royce Phantom V (vorne) und Rolls-Royce Silver Ghost

Es war ein herrliches Clubtreffen, dessen Klima so sehr geprägt war vom Enthusiasmus für unsere beiden Lieblingsmarken: Es wurden Autos geguckt, Benzingespräche geführt, Bücher getauscht, fotografiert und allen, wirklich allen, war an ihrem Lächeln und am Glänzen ihrer Augen anzusehen, wie viel Freude sie vor Ort hatten.

Das Fahrzeug dss Organisators: ein Bentley Arnage RL

 

Danke Olaf, es war toll bei Dir!  

 

Text:  Jürgen Büch

Fotos:  Michael Ehrhardt

 

Bitte besuchen Sie auch die dazugehörige große Fotogalerie, inklusive Museumsrundgang!

 

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